Andacht September 2025

Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.


Prediger 3, 13

„Ne jut jebratne Jans is ne jute Jabe Jottes“ sagt man in Berlin anlässlich eines Festtagsgänsebratens. Es ist ja bald wieder soweit, Martinstag, Weihnachten...

Aber es bedarf gar keines großen Essens, um uns die Güte unseres himmlischen Vaters vor Augen zu führen: der Becher dampfendheißer Schokolade nach einem Tag auf der Rodelbahn, die Scheibe Brot, noch warm aus dem Ofen, mit frischer Butter - es gibt so Vieles, das uns gegeben wird zur Freude und Erquickung. „Unser täglich Brot gib uns heute“ beten wir - und wie großzügig wird unsere Bitte erhört!

Manch einer empfindet dann auch die gehörige Dankbarkeit dem himmlischen Vater gegenüber. Vielen aber von uns sind die Köstlichkeiten zur Selbstverständlichkeit geworden.

Schauen wir genauer auf den Text der Monatslosung, dann geht es aber gar nicht um das Essen und Trinken, auch nicht um die frohe Stimmung, es geht um den Menschen und sein Wohl. Dazu gehört das leibliche Wohl, aber vor allem sein seelisches und geistiges Wohlbefinden.

Es geht Gott immer um den Menschen. Mit dem Sündenfall haben wir unser eigentlich von Gott gemeintes geisterfülltes Leben verloren; jetzt vegetieren wir nur noch körperlich. Der Apostel Paulus unterscheidet sehr einprägsam zwischen dem „Fleisch“ und dem „Geist“.

Deshalb kommt Gott in seinem Sohn Jesus Christus auf die Erde. „Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3, 16) Gott will die Menschen zurückholen in das eigentliche Leben, das ihnen zugedacht war. Jesus ist auf der Erde, „damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3, 15) Deshalb übernimmt er die Sühne für unsere Schuld, damit wir uns Gott unbelastet zuwenden können. In uneingeschränktem Vertrauen darauf, dass Gott uns bewahrt, haben wir dieses ewige Leben bis in die Ewigkeit - auch nach unserem leiblichen Tod!

Und von diesem Leben gibt Jesus reichlich, ja überschwänglich. „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben.“ (Johannes 10, 10b) Jeder Christ, d.h. jeder, der sein Leben voller Vertrauen in die liebende Vaterhand Gottes gelegt hat, kann und will seinerseits davon abgeben, will andere anstecken mit seiner Begeisterung. Denn Gott hat schon früh darauf hingewiesen, wie die Welt, die Menschen gerettet werden sollen: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“ (Sacharja 4, 6)

Lassen Sie sich begeistern!

Ulrich Lorenz, Berlin